Motorrad Steuer

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Die grundsätzlichen Regelungen zur Erhebung der Motorrad-Steuer

Je 25 cm³ Hubraum beträgt die Kfz-Steuer für zulassungspflichtige Motorräder pro Jahr 1,84 €. Diese Regelung besteht seit dem Jahr 1955. Die Steuer muss im Voraus errichtet werden. Dreirädrige Motorräder, welche auch als Trikes bezeichnet werden, erfahren die gleiche Einstufung wie ein Pkw. Eine Bemessung der Steuer nach Abgasemissionen wie es bei Pkws und Nutzfahrzeugen über 3.500 Kilogramm zugelassenes Gesamtgewicht üblich ist, existiert für Motorräder derzeit noch nicht. Eine Möglichkeit für Motorradfahrer Steuern zu sparen, ist das sogenannte Saisonkennzeichen. Wird diese Variante gewählt, wird die Steuer tagesgenau abgerechnet. Die Kostenhöhe wird somit durch die Nutzungsdauer des Zweirades bemessen.

Die Berechnung der Steuer für Motorräder mit dem Motorrad Steuer Rechner 2012

Der Rechner hilft, die anfallende Steuer für das jeweilige Motorrad zu berechnen. Hierfür werden lediglich die Informationen zum Hubraum und des Anmeldezeitraumes benötigt.

Die Art des Motors als Kriterium

Seit Mitte des Jahres 2009 unterliegt die Kraftfahrzeugsteuer als Bundessteuer dem Bundesministerium für Finanzen. Ab Juli 2014 übernimmt die Zollverwaltung die Verantwortung für die Erhebung von Kfz-Steuern. Die Kraftfahrzeugsteuer bei Motorrädern wird für inländische und ausländische Fahrzeuge erhoben, sofern sie im deutschen Straßenverkehr verwendet werden. Wie beim Pkw steht die Höhe der bemessenen Steuer in Abhängigkeit zum Hubraum des Motors. In diesem Zusammenhang wird je nach Art des Motors differenziert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der konstruktionsbedingte Hubraum vom steuerrelevanten Wert ein wenig abweichen kann. Pro angefangene 25 Kubikzentimeter Hubraum fallen Motorräder mit je 1,84 € unter die Steuerpflicht. Kleinere Modelle, zu denen beispielsweise Leichtkrafträder mit weniger als 125 Kubik gehören, unterliegen keinem Zulassungsverfahren und sind daher von der Pflicht einer Steuererhebung befreit. Dieselbe Regelung greift auch für Kleinkrafträder, welche eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h nicht überschreiten.

Abgasemissionen derzeit nicht entscheidend für die Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer für Motorräder

Derzeit ist die Emission von Abgasen für das Berechnen der Kraftfahrzeugsteuer für Motorräder noch nicht entscheidend. Eine Regelung diesbezüglich wird zwar diskutiert, ist jedoch nicht abzusehen. Basis für diese Form von Besteuerung wäre zunächst eine gewissenhafte EU-Abgasvorschrift für zwei- sowie dreirädrige Fahrzeuge. Auf europäischer Ebene gibt es dazu jedoch bisher keine Einigung. Ein Motorrad, welches neu zugelassen wird, offenbart im ersten Abschnitt der Zulassungsbescheinigung jedoch bereits das jeweilige Emissionsverhalten. Für Motorräder, welche ihre Zulassung für den deutschen Straßenverkehr durch ein sogenanntes Oldtimer-Kennzeichen erhalten haben, wird ein pauschaler Steuersatz von einer Höhe von 46,02 € bemessen.

Mit einem Saisonkennzeichen die Kfz-Steuer für Motorräder senken

Motorradfahrer, die ihr Kraftfahrzeug nur während einer bestimmten Zeit im Jahr fahren wollen, können bei dem Versicherer um ein sogenanntes Saisonkennzeichen bitten. Bei dieser Form der Zulassung, welche eine temporäre Einschränkung vorsieht, können Versicherungsbeiträge sinnvoll gespart werden. Auch diverse Pkw-Fahrer nutzen diese Möglichkeit. Häufig werden als versicherungsfreie Periode die kalten und nassen Monate im Jahr gewählt. Die Kraftfahrzeugsteuer wird somit lediglich anteilig erhoben. Der Zeitraum der Versicherung wird auf dem jeweiligen Kennzeichen deutlich markiert. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass ein Mindestzeitraum von sechs Monaten gewählt werden sollte. Ansonsten muss der Halter auf den Schadenfreiheitsrabatt verzichten. Ein Saisonkennzeichen bedeutet daher eine Einsparung von Steuern und Versicherungsbeiträgen. Außerhalb der frei gewählten Saison darf das Motorrad nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Ferner ist es nicht erlaubt, das Zweirad mit Saisonkennzeichen im öffentlichen Raum abzustellen.

Gewollte und ungewollte Stilllegung des Motorrades

Wenn sich der Steuersatz ändert oder die Steuerpflicht des Halters endet, wird die Kfz-Steuer neu berechnet oder erlischt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Halter sein Motorrad offiziell abmeldet. Generell wird die Kraftfahrzeugsteuer ein Jahr im Voraus bezahlt. Sollte der Steuerbetrag über einen Wert von 500 € liegen, kann diese auch jeweils halbjährig entrichtet werden. Diese Bezahlungsmöglichkeit ist jedoch mit einem Aufschlag von 3 % verbunden. Wird die Kraftfahrzeugsteuer nicht bezahlt, kann das Motorrad stillgelegt werden. In einigen Bundesländern erfolgt dies per Blockierung mit einer Parkkralle und nach einem erfolglosen Abmahnungsbescheid.