LKW-Steuer

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Die allgemeinen Grundlagen zur Erhebung der Lkw-Steuer

Nutzfahrzeuge werden in Deutschland auf der Grundlage des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) für die Besteuerung veranlagt. Ähnlich wie bei Pkw ist die Kfz-Steuer für Lastwagen durch Gesetzesreformen in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet worden: Spielte bei der Lkw-Steuer früher nur das gesetzlich zulässige Gesamtgewicht eine Rolle, so beeinflussen heute weitere Aspekte die Höhe der Lastwagensteuer. So wird die Lkw-Steuer für schwere Nutzfahrzeuge inzwischen nicht mehr allein nach der jeweiligen Tonnageklasse, sondern zugleich nach den Schadstoff- und Geräuschemissionen kalkuliert.

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Die Lkw-Steuer soll auch Anreize zur Fuhrparkerneuerung geben

Durch die Einbeziehung von Umweltgesichtspunkten wurde die Lkw-Steuer insbesondere für ältere Nutzfahrzeuge der schweren Gewichtsklassen teurer. Damit wollte der Gesetzgeber einen fiskalischen Anreiz geben, solche umweltbelastenden Altfahrzeuge durch moderne Lastwagen mit niedrigeren Emissionen zu ersetzen. Um die finanzielle Belastung einzugrenzen, wurde die Lkw-Steuer in den unterschiedlichen Kategorien jedoch gedeckelt. Konkret heißt das: Es gibt steuerliche Obergrenzen, die auch dann nicht überschritten werden dürfen, wenn ein Lastwagen rein rechnerisch höher veranlagt werden müsste.

Bei leichten Lastwagen wird die Lkw-Steuer nur nach Gewicht berechnet

Leichte Lastkraftwagen, Lieferwagen in Kombibauweise oder Kleintransporter bis 3,5 Tonnen werden bei der Besteuerung auch nach den Reformen des KraftStG nach wie vor nur nach ihrem Gewicht veranlagt. Dafür ist das verkehrsrechtlich zulässige Gesamtgewicht oder anders ausgedrückt ihre zulässige Gesamtmasse entscheidend. Berechnet wird die Lkw-Steuer dabei in drei Gewichtsklassen in Schritten von jeweils 200 Kilogramm. Unter Berücksichtigung dieser Regel werden pro angefangene 200 Kilogramm fällig ● 11,25 Euro bei Lkw bis zu zwei Tonnen ● 12,02 Euro bei Lkw über zwei Tonnen bis drei Tonnen ● 12,78 Euro bei Lkw über drei Tonnen bis 3,5 Tonnen.

Die Berechnung der Lkw-Steuer nach Schadstoffklassen bei Lkw ab 3,5 Tonnen

Komplizierter wird die Berechnung der Lkw-Steuer bei Lastwagen, deren zulässiges Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen liegt. Da entscheidet einerseits die Schadstoffklasse über die Höhe der Lastwagensteuer. Andererseits wird die Geräuschklasse der Fahrzeuge berücksichtigt. Beide Elemente fließen in die Lkw-Steuer für Lastwagen über 3,5 Tonnen ein. Berechnet werden die Komponenten ebenfalls in Abhängigkeit vom zulässigen Gesamtgewicht. Für je 200 Kilogramm werden für Lastwagen der Schadstoffklasse S2 oder besser zwischen 6,42 Euro und 14,32 Euro Lkw-Steuer fällig. Die Obergrenze ist hier bei aktuell 556 Euro pro Jahr festgelegt. Fahrzeuge der Schadstoffklasse S1 kosten zwischen 6,42 Euro und 36,23 Euro pro angefangene 200 Kilogramm. Die maximale Lkw-Steuer in dieser Kategorie darf 914 Euro nicht überschreiten. Zusätzlich wird ein Steueranteil zwischen 9,64 Euro und 54,35 Euro je angefangene 200 Kilogramm für Lkw berechnet, die die Normen der Geräuschklasse G1 erfüllen. Bis zu 1425 Euro darf das Finanzamt hier kassieren.

Die Lkw-Steuer für ältere Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen

Am teuersten wird die Lkw-Steuer für ältere Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen, die weder die Anforderungen der Schadstoffnormen erfüllen noch diejenigen der Lärmvorschriften. Für diese Lastwagen berechnet der Fiskus je angefangene 200 Kilogramm Gesamtgewicht zwischen 11,25 Euro und 63,40 Euro. Die Höchstgrenze der Lkw-Steuer in dieser Kategorie ist auf 1681 Euro festgesetzt.