Hersteller reagieren auf Reform der KFZ Steuer

Anzeige

Hersteller reagieren auf Reform der KFZ-Steuer

Vor der Reform der KFZ-Besteuerung für Neufahrzeuge mit Zulassungsdatum ab dem 01. Juli 2009, mussten Halter hubraumstarker Modelle besonders tief in die Tasche greifen. Der Grund: Die KFZ-Steuer richtete sich allein nach der Höhe der im Fahrzeugschein angegebenen Kubikzentimeter. Das hat Gesetzgeber mit der Einführung einer neuen, zweiten Bezugsgröße für die Berechnung der KFZ-Steuer geändert. Neben dem Hubraum kommt es bei PKW jetzt noch mehr darauf an, wie viel von dem als Schadstoff klassifizierten Kohlenstoffdioxid (CO2) sie ausstoßen. Auch deutsche Premium-Hersteller haben auf diese Entwicklung reagiert. Die Stichworte lauten: Downsizing und Effizienzsteigerung der Motoren. Zugleich kann die Einführung verbrauchsreduzierender Techniken und Rußpartikelfilter für Diesel dafür sorgen, dass KFZ-Steuern und Unterhaltskosten sinken.

Die Entwicklung der KFZ-Steuer am Beispiel des BMW 320i

Günstig in der Steuer: Neue BMW Motoren

Gerade bei Herstellern wie BMW, die traditionell große Motoren mit sportlicher Fahrleistung in ihren Modellen verbauen, machen sich Technikinnovationen der Motorenpalatte im Portemonnaie positiv bemerkbar. Zahlen Halter eines BMW 320i aus dem Baujahr 2005 für die Limousine mit rund 2,0 Litern Hubraum jährlich rund 135 Euro KFZ-Steuer, kassiert das Finanzamt für den seit November 2012 gebauten BMW 320i mit EfficientDynamics-Umwelttechnologie und einem auf 1,6 Liter reduzierten Hubraum nur noch etwa 60 Euro.

Partikelfilter und innovative Techniken reduzieren Diesel KFZ-Steuer

Ähnlich sieht es bei den Dieseln aus. Ein Kombi wie der ohne serienmäßigen Rußpartikelfilter ausgelieferte BMW 320d des Baujahrs 2005, verursacht Steuerkosten in Höhe von zirka 333 Euro pro Jahr. Für das ab April 2013 gebaute Modell mit Rußfilter und Start-Stopp-Automatik werden hingegen nur noch knapp 190 Euro KFZ-Steuer im Jahr fällig. An diesem Beispiel wird deutlich: Fehlende Partikelfilter und Motoren ohne innovative Umwelttechnologien sind bei Dieseln die Preistreiber bei der KFZ-Steuer.

Neue Technologien können Pkw-Unterhaltskosten senken

Die unterschiedlichen Technologien zur Absenkung der C02-Emissionen können helfen, KFZ-Steuern zu sparen. Zugleich tragen sie dazu bei, die Unterhaltskosten für einen PKW im Griff zu behalten. Denn natürlich bedeutet weniger Verbrauch auch weniger Benzinkosten. Und wenn es Ingenieuren gelingt, heute aus kleineren Motoren dieselbe Leistung wie früher aus hubraumstarken Triebwerken zu holen, dann spart der Halter gleich mehrfach: Die Betriebskosten sinken, er zahlt weniger KFZ-Steuern und die Prämie für die Autoversicherung kann sich ebenfalls reduzieren.

Prämie der Autoversicherung hängt auch von PS und Hubraum ab

Die Versicherer stufen PKW nach Typen- und Regionalklassen ein, um die Höhe der Prämie zu ermitteln. Das gilt sowohl für die gesetzlich vorgeschriebene KFZ-Haftpflichtversicherung als auch für die freiwilligen Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen. Für alle drei Bestandteile einer Autoversicherung spielen die Typklassen eine wichtige Rolle. Die PS-Leistung eines PKW und die Hubraumgröße des Motors haben ihrerseits Einfluss darauf, in welche Typklasse ein Fahrzeug vom Versicherer eingestuft wird. Zumindest bei Neufahrzeugen gilt: Je kleiner Hubraum und Leistung sind, desto günstiger wird die PKW-Versicherung in der Regel sein.